Ausbildung zum Turnierfechter

Rebecca Glass at Longpoint Tournament 2016

Turnier und Wettbewerb sind spaßige und herausfordernde Veranstaltungen für Sportler. Der Wettkampf ist Nervenkitzel und ein Test der erworbenen Fähigkeiten für Fechter. Wir empfehlen den Besuch und die Teilnahme an Turnieren für jeden Fechter. Auch regen wir an, sich als Kampfrichter auszubilden und zu üben, um die sozialen Verpflichtungen in der Fechtergemeinschaft ausüben zu können.

Medaillen

Doch Fechter, die sich maßgeblich der Kampfkunst widmen, werden nur in Ausnahmefällen Medaillen erringen können. Denn das Turnierwesen läuft dem Ausbildungskonzept der Kampfkunst zuwider.

Ziele einer Ausbildung als Turnierfechter sind

  • Beherrschung der Regeln
  • Beherrschung von wenigen Techniken zur Turnierreife
  • Excellenz in ausgewählten Bewegungsmustern zur Wettkampfoptimierung

Ziele einer Ausbildung als Fechter in der Kampfkunst sind

  • Beherrschung der Gewalt
  • Beherrschung der Prinzipien der Kampfkunst
  • Excellenz in Ausübung und Weitergabe der Historischen Fechtkunst entsprechend der Quellen

Auch einem Laien wird sich die Unvereinbarkeit dieser Ausbildungsziele erschließen. Eine serielle Ausbildung ist denkbar, auch eine parallele und daher in beiden Aspekten befriedigende ist möglich. Doch empfehlen wir dies keinesfalls.

Unterstützen aber nicht regulär ausbilden

Wir sehen die positiven sozialen Aspekte des Turnierwesens und des sportlichen Wettkampfes und möchten diese unterstützen. Zur Zeit sehen wir jedoch einen wichtigen Schwerpunkt in den Zielen der Kampfkunst. Dieser Schwerpunkt sollte sich im regulären Unterrichts wieder finden.

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